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Ein Festakt für zwei Anlässe

Donnerstag 15. Dezember 2016
50 Jahre Camphill Schulgemeinschaft Bruckfelden

Am 23. April 1966 zogen die ersten Schüler in das „Jagdhaus Bruckfelden“, der Beginn der Schulgemeinschaft. Auf den Namen Adalbert-Stifter-Haus getauft, zieht sich das Gebäude wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Nicht zuletzt, als es 2012 zum Teil abbrannte und nach einer schwierigen Phase wie „der Phönix aus der Asche“ stieg, wie es Cornelius Weichert, Vorstandsmitglied der Camphill Schulgemeinschaften, bildreich beschrieb. Daher war es verständlich, beide Anlässe, Jubiläum und Einweihung, gleichzeitig zu feiern.

„Herzlich willkommen zu 50 Jahre Bruckfelden“, begrüßte Horst W., Schüler, die anwesenden Gäste am 23. September, bevor er mit zwei Violinenstücken den Festakt vor vollem Saal eröffnete.

Neben Schülern und Mitarbeitern waren auch zahlreiche geladene Gäste gekommen, die Cornelius Weichert durch die „Biografie“ der Schulgemeinschaft führte. Er zeichnete die
wesentlichen Entwicklungsschritte nach, die in den fünfzig Jahren gegangen wurden. Vom früheren Lebensgemein-schaftsmodell, das den Mensch mit Behinderung in eine Familie einbettete, kam irgendwann der Paradigmenwechsel: „Wir sind durch die Schüler eines Besseren belehrt worden und haben eher eine fragende Haltung eingenommen: Du, Jugendlicher, was brauchst du?“

So entstanden zum einen ambulant betreute Außenwohngruppen und Angebote, die schlussendlich zur Gründung der SKID gGmbH führten, ein Unternehmen, an dem der Trägerverein Camphill Schulgemeinschaften beteiligt ist (www.skid-ggmbh.de). Zum anderen entwickelte man das Konzept der heilpädagogisch-psychiatrischen Kleingruppe „Die Nische“, welches auch
jetzt im neuen Haus umgesetzt wird.

Ein Grußwort sprach Bürgermeister Jürgen Stukle, der die besondere Bedeutung der Schulgemeinschaft für die Gemeinde Frickingen würdigte und hervorhob, welchen Stellenwert die sozialen und kulturellen Angebote in der Gemeinde einnehmen würden. Weitere Grußworte hielten Joachim Scholz, Aufsichtsratsvorsitzende des Trägervereins Camphill Schulgemeinschaften, Gäste einer befreundeten Camphill-Gemeinschaft und Erich Schötta, der in den 70er-Jahren die Schulgemeinschaft leitete. Er überreichte ein Bild, welches an die Gründer des Adalbert-Stifter-Hauses Hans und Susanne Müller-Wiedemann erinnert.

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Einweihung des neuen Adalbert-Stifter-Hauses

Ein rotes Band führte die Besucher zum neu entstandenen Hof zwischen dem Schulgebäude „Straße des Lebens“ und dem neuen Adalbert-Stifter-Haus. Das alte Jagdhaus ist zu einem modernen, geradlinigen Gebäude geworden, welches Wohn-, Schul- und Therapieräume bietet. Diese Einheit beschreibt Silvia Challal, Schulleiterin, sowohl als Meilenstein als auch als Manifestation der Intensivpädagogik, welche in den neuen Räumen stattfindet. „Die Schule kommt quasi zu den Kindern“, so fasst sie zusammen.

Das neue Haus ist für diejenigen ein Lebens- und Lernort auf Zeit, die mit herausfordernden Verhaltensweisen leben. Diese kommen dann zum Ausdruck, wenn zum Beispiel Störungen innerhalb des Autismusspektrums, Persönlichkeitsstörungen, Epilepsien mit psychischer Symptomatik oder frühkindliche Schädigungen vorliegen. In der Regel haben die jungen Menschen mehrere Einrichtungswechsel hinter sich. Dadurch erleben sie immer wieder Ablehnung und Beziehungsabbrüche, so dass sich die Schwierigkeiten im Bindungs- und Sozialverhalten verstärken und verhärten. Eine Eingliederung in übliche Assistenzangebote der Beschulung und des Wohnens ist deshalb nicht möglich.

In Wohngruppen wohnen maximal 4 Personen, ähnlich ist die Schulsituation. In Überforderungssituationen besteht aufgrund der räumlichen Nähe jederzeit die Möglichkeit des begleiteten Rückzugs in die Wohnbereiche. Inhaltlich geht es vorwiegend um das Erlernen einer möglichst selbständigen Lebensführung im Alltag. Aus- und Therapiezeit können im Therapiebad, im Time-Out- und im Snoezelen-Raum genommen werden. Der medizinische Bereich empfängt die betreuenden Ärzte ab jetzt in einem modernen, hellen Raum.

Die Baukosten lagen bei 3,9 Millionen Euro. Neben dem Staat (1,5 Millionen Euro) und den Brandversicherungsleistungen (1,25 Millionen Euro) tragen Unternehmen und Private zur Finanzierung bei: Skonti in Höhe von 17.000 Euro von am Bau beteiligten Unternehmen sowie 17.000 Euro Spenden von Unternehmen und Privaten. Ebenso standen die Sponsoring-Partner bgi Böher Großhardt und das Autohaus Gitschier zur Seite. Weiterhin unterstützten Förderorganisationen wie die Aktion Mensch, BILD hilft e. V. „Ein Herz für Kinder“, Stiftung Wohnhilfe sowie weitere, die nicht genannt werden möchten, mit 310.000 Euro. Herzlichen Dank!

Ansprechpartner

Markus Seefried, Öffentlichkeitsarbeit,
m.seefried@camphill-schulgemeinschaften.de

Birgit Serrano, Fundraising,
b.serrano@camphill-schulgemeinschaften.de

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